Welche Formen und Richtungen gibt es in der Psychotherapie?

Welche Formen und Richtungen gibt es in der Psychotherapie?

Welche Formen und Richtungen gibt es in der Psychotherapie? 150 150 Psychotherapie für Erwachsene und Paare

Psychotherapie ist nicht gleich Psychotherapie – jeder angehende Therapeut muss sich im Laufe der Ausbildung für eine psychotherapeutische Richtung entscheiden. Im Folgenden beschreibe ich die vier größten Strömungen – ich habe mich dabei sehr kurz gehalten, weshalb die Beschreibungen natürlich nicht vollständig sind. Wir arbeiten nach dem Klientenzentrierten Ansatz (auch personzentrierte Psychotherapie genannt). 

Klientenzentrierte Psychotherapie (nach Rogers)

Dem klientenzentrierten Ansatz liegt die Überzeugung zugrunde, dass der Mensch über ein ihm innewohnendes Potential zur Selbstverwirklichung verfügt. In der therapeutischen Praxis gilt es, die Spaltung zwischen Selbstkonzept und aktueller Erfahrung aufzuheben, die sich in Leidenszuständen und Störungen niederschlägt. Für die/den PsychotherapeutIn sind folgende drei Grundeinstellungen wichtiger als konkrete technische Interventionen: Empathie (nicht wertendes, einfühlendes Verstehen), Akzeptanz (unbedingte Wertschätzung) und Kongruenz (Echtheit). Diese „notwendigen und hinreichenden Bedingungen“ ermöglichen es dem Klienten, mehr Vertrauen zu sich selbst zu gewinnen, eine eigene innere Bewertungsinstanz zu entwickeln und zunehmend offen für Veränderungen zu werden. In der Verwirklichung des klientenzentrierten Ansatzes bleibt ein weiter Rahmen zur Integration von anderen Elementen (Übungen, Berührung, Spiel etc).

Verhaltenstherapie

Zentraler Ansatzpunkt ist das Verhalten und Handeln des Patienten/der Patientin. Menschliches Verhalten wurde einmal gelernt und kann daher auch wieder umgelernt werden, wenn es sich als krankmachend erwiesen hat. Der/die TherapeutIn setzt bestimmte Techniken ein, durch die erwünschtes Verhalten neu gelernt und/oder verstärkt werden kann und unerwünschte Gefühle abgebaut werden können. Außerdem wird ein besseres Problemlösungsverhalten trainiert und nicht-zielführendes Denken umstrukturiert.

Psychoanalyse (nach Freud)

Freud gliedert das psychische Erleben in die Bereiche Unbewusstes, Vorbewusstes und Bewusstsein. Große Bedeutung kommt auch den Abwehrmechanismen wie Verdrängung, Verleugnung, Projektion etc. zu, die in der frühen Kindheit gegen bedrohliche Erlebnisinhalte aufgebaut werden. Ziel dieser Behandlung ist es, Einschränkungen im Erleben der/s PatientIn dadurch zu beheben, das Unbewusstes bewusst gemacht wird. Dies geschieht vor allem durch die „freie“ Assoziation“ (alles, was der/m KlientIn in den Sinn kommt, soll geäußert werden) und durch die Analyse der auftauchenden Übertragungsphänomene. Die/der AnalytikerIn nimmt die Äußerungen möglichst unvoreingenommen und nicht wertend wahr und hilft, diese durch Deutung ihres verborgenen Sinnes zu entschlüsseln.

Systemische Familientherapie (nach Satir u.a.)

Diese Therapieform setzt an bei den krankmachenden Kommunikationsstilen innerhalb eines Familiensystems. Der psychisch leidende Mensch wird als Symptomträger bezeichnet, sein Leiden wird als Manifestation eines “gestörten Systems” gesehen. Familientherapeuten arbeiten unter anderem mit Familienrekonstruktion und Aufstellungen.

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