Zitat der Woche Nr. 11 – Wer bin ich, wer bist du?

Zitat der Woche Nr. 11 – Wer bin ich, wer bist du?

Zitat der Woche Nr. 11 – Wer bin ich, wer bist du? 150 150 Psychotherapie für Erwachsene und Paare

Unsere Persönlichkeit innerhalb der Gesellschaft ist eine geistige Schöpfung der anderen.“ Marcel Proust

Willkommen zum elften Beitrag unserer Reihe von Zitaten und Aphorismen zu den Themen Klientenzentrierte Gesprächstherapie und Beratung, Personzentrierter Ansatz, Psychotherapie, Psychohygiene, Paartherapie, psychische Gesundheit, persönliche Entwicklung und überhaupt das „gute Leben“ allgemein.

Macel Proust macht uns mit diesem Zitat darauf aufmerksam, dass das, was andere von uns denken, zuerst und vor allem deren eigene geistige Schöpfung ist. Allerdings liegt die Sehnsucht vieler Menschen eigentlich darin, von anderen so gesehen zu werden, wie sie wirklich sind – wie sie sich selbst sehen und wahrnehmen. Viele Menschen haben sogar Angst davor, von anderen falsch beurteilt zu werden.

Unsere Reaktionen auf eine falsche Einschätzung von anderen können weit gefächert sein. Manch einer reagiert mit sozialem Rückzug (ganz nach dem Motto: „Ich will mit all diesen Idioten nichts mehr zu tun haben“ oder „Alle Frauen/Männer sind schlecht zu mir“), andere wiederum werden aggressiv und sagen quasi der ganzen Menschheit den Kampf an. Andere wiederum sind still und leiden im Geheimen.

Was uns jedoch alle verbindet, ist, dass wir als der Mensch anerkannt werden wollen, der wir doch offensichtlich sind! Oder ist es vielleicht gar nicht so offensichtlich, wer ich wirklich bin? Vielleicht bin ich für die anderen gar nicht so sichtbar und vielleicht sehe auch ich die anderen nicht wirklich, sondern lediglich ein Bild das ich mir von ihnen mache?

Besonders in Paartherapien fällt mir immer wieder auf, wie verzerrt die Bilder sind, die manche Menschen von ihren Partnerinnen und Partnern haben. Unsere geistigen Schöpfungen zurück zu drängen und echte Begegnung mit einer real existierenden Person herzustellen, ist harte und manchmal schweißtreibende Arbeit. Aber was ich auch immer wieder feststelle, ist, dass der Effekt dieser schwierigen Arbeit etwas Ansteckendes ist – wenn ich mich aufrichtig bemühe, einen anderen Menschen zu verstehen und anzunehmen, so wie er oder sie ist, dann schenkt mir dieser Mensch plötzlich im Gegenzug das Gleiche und nimmt auch mich an, so wie ich in meinem tieferen Inneren bin. Unsere Masken, die wir so oft im Alltag tragen (müssen) werden plötzlich durchscheinender und offener – und dies ist ein sehr schönes Gefühl. Gerade in Partnerschaften wachsen Menschen so viel näher zusammen und erleben eine erfüllende und sichere Beziehung. Sie wissen dann, dass sie so sein dürfen und so gesehen werden, wie sie sein wollen und wie sie sich auch selbst empfinden.

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